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OTC-Handel

Over-the-Counter-Handel: Direkter bilateraler Energiehandel zwischen zwei Marktparteien ohne Zwischenschaltung einer Börse. OTC-Geschäfte sind flexibler als Börsenprodukte (individuelle Laufzeiten, Mengen, Preisformeln), haben aber kein zentrales Clearing und damit höheres Kontrahentenrisiko. Broker-Plattformen (ICIS, Trayport) erleichtern die Vermittlung.

Grundprinzipien

OTC-Transaktionen werden direkt zwischen zwei Parteien oder über einen Broker vereinbart. Es gibt keine standardisierten Handelszeiten oder -mengen. Das Gegenparteirisiko (Kreditrisiko) trägt jeder Handelsteilnehmer selbst, ggf. besichert durch Collateral.

Anwendung in der Praxis

PPAs sind typischerweise OTC-Verträge. Industriekunden beschaffen strukturierte Energiemengen (spezifische Lastprofile) OTC, da Börsenprodukte zu standardisiert sind. OTC-Preise orientieren sich an Börsenpreisen, können aber je nach Kontrahent und Volumen abweichen.

Energiewirtschaftliche Bedeutung

OTC-Märkte sind für maßgeschneiderte Energieprodukte unverzichtbar. Sie ergänzen den Börsenhandel und ermöglichen individuelle Risikoabsicherungen, die an der Börse nicht abbildbar sind.

Einordnung im Prozess

Wir analysieren OTC- vs. Börsen-Beschaffungsoptionen und empfehlen die optimale Handelsstrategie.

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