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M

Messkonzept

Schema zur messtechnischen Erfassung aller relevanten Energieflüsse an einem Netzanschlusspunkt – insbesondere bei Anlagen mit Eigenverbrauch, Einspeisung und Speicher. Ein Messkonzept definiert Anzahl, Position und Funktion der Zähler sowie die Berechnungsformeln für Abrechnung und Bilanzierung. Es ist Grundlage für den Netzbetreiber zur Anschlussgenehmigung.

Grundprinzipien

Bei einfachen Abnahmestellen: ein Zähler (Bezug). Bei PV-Anlage: mindestens Bezugszähler + Einspeisezähler, alternativ Zweirichtungszähler. Bei Speicher: Erzeugungszähler, Einspeisung und Bezug müssen getrennt erfasst werden. Das Konzept muss den BDEW-Messpunktbetreiberrahmen erfüllen.

Anwendung in der Praxis

Messkonzept 1: Nur Netzbezug (Haushalt ohne PV). Messkonzept 2: PV mit Einspeisung (Zweirichtungszähler). Messkonzept 4: PV + Speicher (Erzeugung + Bezug + Einspeisung getrennt). Fehlerhafte Messkonzepte führen zu Abrechnungsfehlern und Förderverlust.

Energiewirtschaftliche Bedeutung

Das Messkonzept ist die technische Grundlage für korrekte Abrechnung, EEG-Förderung und Eigenverbrauchsoptimierung. Es muss vor Anlagenbau mit dem Netzbetreiber abgestimmt werden.

Einordnung im Prozess

Wir erstellen das technische Messkonzept, stimmen es mit dem VNB ab und koordinieren Einbau und Abnahme.

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