Zustandszahl
Umrechnungsfaktor zur Umrechnung des beim Kunden unter Betriebs- oder Messbedingungen gemessenen Gasvolumens in das Normzustandsvolumen (0 °C, 1.013 mbar). Die Zustandszahl berücksichtigt Temperatur und Druck am Übergabepunkt und variiert je nach Netzgebiet und Messbedingungen. Sie ist Pflichtangabe auf der Gasrechnung.
Grundprinzipien
Gas ist kompressibel – sein Volumen hängt von Druck und Temperatur ab. Um eine einheitliche Abrechnungsbasis zu schaffen, wird das gemessene Betriebsvolumen über die Zustandszahl in Normvolumen umgerechnet. Zustandszahl Z = p_B × T_N / (p_N × T_B) × Z_B / Z_N.
Anwendung in der Praxis
Typische Zustandszahlen liegen zwischen 0,9 und 1,1, je nach Netzebene (Hochdruck: höherer Druck, höhere Zustandszahl) und Region (Temperatureinfluss). Formel: Normvolumen (m³_N) = Betriebsvolumen (m³) × Zustandszahl. Dann: Energie (kWh) = m³_N × Brennwert.
Energiewirtschaftliche Bedeutung
Ohne korrekte Zustandszahl wäre die Gasabrechnung ungenau und regional nicht vergleichbar. Sie ist ein Qualitätsmerkmal der Messgenauigkeit und hat direkte Auswirkung auf die Rechnungshöhe.
Einordnung im Prozess
Bei der Rechnungsprüfung kontrollieren wir Zustandszahl, Brennwert und Messzeitraum auf Plausibilität und Übereinstimmung mit Netzbetreiberdaten.
