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Marktraumumstellung

Marktraumumstellung bezeichnet den Prozess der vollständigen Umstellung von L-Gas-Versorgungsgebieten auf H-Gas, einschließlich der Anpassung aller Gasgeräte und Messeinrichtungen. Sie ist eine regulierte Pflichtaufgabe der Gasnetzbetreiber. Die Kosten werden über die Netzentgelte auf alle Gasverbraucher umgelegt.

Grundprinzipien

Der Netzbetreiber erfasst alle betroffenen Endgeräte (Heizungen, Herde, Warmwasserbereiter), koordiniert deren Anpassung durch zugelassene Fachbetriebe und führt die technische Netzumstellung an einem Stichtag durch. Haushalte werden mehrere Monate vorab informiert. Nicht fristgerecht angepasste Geräte dürfen nach Umstellung nicht mehr betrieben werden.

Anwendung in der Praxis

Netzbetreiber wie Westnetz oder Avacon führen die Umstellung bezirksbezogen durch. Für Industriekunden mit großen Gasanlagen ist eine frühzeitige technische Prüfung und ggf. Austausch von Regelarmaturen notwendig. Die Kosten für Anpassungen an Endgeräten werden nicht vollständig erstattet.

Energiewirtschaftliche Bedeutung

Die Marktraumumstellung ist Grundvoraussetzung für den einheitlichen Gasmarkt THE. Sie schafft auch die technische Basis für die künftige Einspeisung von Wasserstoff-Erdgas-Gemischen in das Netz.

Einordnung im Prozess

Relevant bei Anlagenbetrieb, Gaskunden-Kommunikation und Netzübergabe

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