Glossar › S › Solarthermie
S

Solarthermie

Nutzung von Sonnenenergie zur Wärmegewinnung – für Warmwasser, Heizungsunterstützung oder Prozesswärme – durch Solarkollektoren auf dem Dach. Solarthermie ist effizienter als PV für Wärmeerzeugung (50–75 % Kollektorwirkungsgrad), aber an den Bedarf Warmwasserwärme gebunden. Gefördert durch BAFA/BEG.

Grundprinzipien

Flachkollektoren (standard) oder Vakuumröhrenkollektoren (hohe Temperaturen) absorbieren Sonneneinstrahlung und erhitzen ein Wärmeträgerfluid (Wasser-Glykol-Gemisch). Energie wird in einem Pufferspeicher gespeichert. Deckungsgrad Warmwasser: 50–70 %, mit Heizungsunterstützung bis 30 %.

Anwendung in der Praxis

Typisches Einfamilienhaus: 4–6 m² Kollektor + 300 L Pufferspeicher für Warmwasserversorgung. Kombination mit Wärmepumpe: Solarthermie als Wärmequelle für WP (Solar-WP-System). Industrielle Solarthermie: bis 150 °C Prozesswärme für Nahrungsmittel, Pharma, Wäscherei.

Energiewirtschaftliche Bedeutung

Solarthermie ist die effizienteste Art, Sonnenenergie in Wärme umzuwandeln. Konkurrenz durch sinkende PV-Preise + Wärmepumpe (PVT) nimmt zu. Für Prozesswärme und Fernwärme bleibt sie relevant.

Einordnung im Prozess

Wir dimensionieren Solarthermie-Anlagen und koordinieren BAFA-Förderantrag und Integration in bestehende Heizungsanlage.

← Zum Glossar