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Spotmarkt

Marktplatz für kurzfristige Energielieferungen am gleichen oder nächsten Tag, gehandelt über EPEX SPOT. Der Spotmarkt setzt Preissignale für aktuelle Angebots-/Nachfrageverhältnisse und ist Referenzpunkt für die Direktvermarktung erneuerbarer Energien. Er gliedert sich in Day-Ahead- (für den nächsten Tag) und Intraday-Markt (bis kurz vor Lieferung).

Grundprinzipien

Im Spotmarkt wird Strom für Lieferungen in den nächsten Stunden und Tagen gehandelt. Preise reflektieren aktuelle Marktbedingungen: bei viel Wind und Solar sinken sie (teils negativ); bei Kälte oder Dunkelflaute steigen sie. Der Spotmarkt ist physisch und wird tatsächlich geliefert.

Anwendung in der Praxis

Direktvermarkter verkaufen EE-Strom täglich am Day-Ahead-Markt. Speicherbetreiber kaufen bei negativen Preisen und verkaufen bei Preispeaks. Industriekunden mit variablen Tarifen zahlen nach Spotpreisen und können Prozesse in günstige Stunden verschieben.

Energiewirtschaftliche Bedeutung

Der Spotmarkt ist das Echtzeit-Preisfindungssystem des Strommarkts. Negative Preise signalisieren Systemstress und Flexibilitätsbedarf. Volatilität steigt mit EE-Anteil – Flexibilität wird wertvoller.

Einordnung im Prozess

Wir optimieren Anlagenfahrweise anhand von Spotmarktpreisvorhersagen und maximieren Markterlöse.

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