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S

Spitzenlastkraftwerk

Spitzenlastkraftwerke werden nur in wenigen hundert Stunden pro Jahr bei höchster Nachfrage eingesetzt. Sie müssen extrem schnell anlaufen können und werden teuer vergütet. Gasturbinen, Pumpspeicher und Dieselaggregate sind typische Spitzenlastkraftwerke.

Grundprinzipien

Spitzenlastkraftwerke haben geringe Volllaststunden (<1.000 h/Jahr) aber hohe Erlöse je Stunde (High-Price-Events). Ihre Wirtschaftlichkeit hängt von wenigen Extrempreisereignissen ab. Kapazitätsmechanismen sollen ihre Investition absichern.

Anwendung in der Praxis

Virtuelle Kraftwerke aus aggregierten flexiblen Verbrauchern können Spitzenlastkraftwerke ergänzen. Die Bereitschaft von Industriekunden zur vorübergehenden Lastreduktion gegen Vergütung (Demand Response) ist eine wirtschaftlich attraktive Alternative.

Energiewirtschaftliche Bedeutung

Spitzenlastkraftwerke sichern die Versorgung in kritischen Stunden. Die Diskussion über Kapazitätsmärkte dreht sich wesentlich um die Finanzierung dieser Anlagen ohne ausreichend Erlöse aus normalem Stromhandel.

Einordnung im Prozess

Relevant bei Demand-Response-Konzepten, Systemdienstleistungen und Beschaffungsstrategie

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