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Mittellastkraftwerk

Mittellastkraftwerke werden bei mittlerer Nachfrage eingesetzt – typischerweise 2.000–5.000 Volllaststunden pro Jahr. Sie sind flexibler als Grundlastkraftwerke, aber weniger schnell regelbar als Spitzenlastkraftwerke. Steinkohle- und GuD-Anlagen (Gas-und-Dampf) sind klassische Mittellastkraftwerke.

Grundprinzipien

Mittellastkraftwerke ergänzen die Grundlast und übernehmen die Schwankungsdeckung im tages- und wochenzeitlichen Bereich. Sie fahren morgens hoch und abends herunter, bleiben aber über Nacht oft in Betrieb. GuD-Kraftwerke sind durch ihre hohe Effizienz (55–60 %) wettbewerbsfähig.

Anwendung in der Praxis

Mit dem Ausstieg aus Kohle werden viele Mittellastkraftwerke abgeschaltet. Moderne GuD-Anlagen können als Backup für volatile EE-Einspeisung eingesetzt werden. Ihre Wasserstofffähigkeit (H2-Ready) ist für die Langfristplanung relevant.

Energiewirtschaftliche Bedeutung

Mittellastkraftwerke sichern aktuell noch erhebliche Teile der deutschen Stromerzeugung. Ihre Transformation zu wasserstofffähigen Flexibilitätsanlagen ist zentrale Aufgabe der Energiewende.

Einordnung im Prozess

Relevant bei Beschaffungsplanung, Versorgungssicherheitsanalyse und Langfriststrategien

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